Naturdenkmal achten und schützen

Leserbrief zum Bericht „Bürgerversammlung beschließt Kindergarten“ vom 29. November:

Das Naturdenkmal Beiderwies ist kein Baugrund, sondern schutzwürdige Umwelt. Umweltschutz ist Gesundheitsschutz, denn der Klimawandel stellt einen medizinischen Notfall lt. Bundesärztekammer dar (19.12.2019). Besonders Kinder werden wegen der Luftverschmutzung (Pfeifer 2019) und Verkehrslage des geplanten Bauorts leiden. Stadtgrün ist – behutsamer Nutzung vorausgesetzt – gesundheitsfördernd und mildert den Klimawandel ab (Claßen und Bunz, 2018).
Ja zum Innstadt-Kindergarten auf dafür ausgewiesenem Baugrund oder bebaubarem Grund, dort wo kein Kindergarten steht und wo Kleinkinder wohnen. Nach Überprüfung der vom OB vorgetragenen Vorbehalten gegen solche Standorte, u.a. „Zufahrt zu schmal“, „das alte Gebäude musste man zuerst wegmachen“, oder „weniger charmant“ sind diese Nachteile nicht nachvollziehbar. Infrastruktur und Dienstleistungen sollen lt. OB dezentralisiert werden (Punkt 7 auf der Einladung zur Bürgerversammlung), hierzu gehören Kitas. Ja zur Weiterentwicklung, die ohne Unwiederbringliches zu zerstören gehen kann. Neue Verwendung für Leerbestand könnte Haibach aufwerten und langfristig werden wir alle – besonders die Kinder – davon profitieren. Kinder haben das Recht auf eine gesunde Zukunft und einen wohnortnahen Kindergarten (Deutsches Kinderhilfswerk e.V. 4.12.19).
Das Naturdenkmal Beiderwies gehört zum Erscheinungsbild der Wallfahrtskirche Mariahilf, ist seit Jahrhunderten das Wahrzeichen der Innstadt. Papst Franziskus ,Laudato Si’ ermuntert uns, die Schöpfung zu schätzen und schützen, eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam erfolgreich anpacken können. Gerade den Kindern sind wir es schuldig, deren Zukunft nicht zu verbauen.
Beverly Barth, Innstadt

Aus: Passauer Neue Presse vom 11.01.2020

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