Angerer überzeugen mit Konzept: OB Dupper will die Idee der Anger-Einhausung auf den Weg bringen!

Pressemitteilung vom 18.09.2015

Ein neuer Stadtteil: die eingehauste Angerstraße

Ein neuer Stadtteil: die eingehauste Angerstraße

Sichtlich angetan war Oberbürgermeister Jürgen Dupper vom Konzept der „Anger-Einhausung“, das ihm „Die Angerer“ gestern im Rathaus präsentierten. Seine erste Reaktion wörtlich: „Das hat was!“ Den vier Angerern (Werner Wagner, Philipp Schröder, Eugen Kirch und Max Moosbauer) saßen neben OB Dupper am Konferenztisch im OB-Büro gegenüber: Baureferent Wolfgang Seiderer, Peter Kreutzer (Stadtgestaltung) und OB-Sprecher Herbert Zillinger.

Nach fast einer Stunde war für den Oberbürgermeister klar: „Die Stadt wird mit dem zuständigen Staatlichen Straßenbauamt darüber sprechen und das Thema im Lenkungsausschuss platzieren!“.

Eingehend wurden die fünf guten Gründe für die Einhausung, die im Konzept aufgelistet sind, in der Runde diskutiert. Neben Hochwasserschutz, Verkehrsberuhigung usw. waren es vor allem die Aspekte der Stadtentwicklung, die den OB besonders interessierten. Angerer-Sprecher Max Moosbauer: „ Es ist ja eigentlich ein neuer Ortsteil, der da buchstäblich zu neuem Leben aufblühen könnte. Und zwar von der Ilzstadt bis weit hinaus nach Hacklberg.“

Vor den technischen Details wollte der OB dann auch erst mal die „Philosophie dieser Idee“ diskutieren, wie er sagte. Und die stellt sich nach den Vorstellungen der Angerer so dar: Zwischen Hängebrücke und Lüftlberg in Hacklberg würde die vierspurige Bundesstrasse quasi eine Etage tiefer gelegt und der „Deckel“ dann gestaltet werden. So könnten beispielsweise in der Lücke zwischen Hängebrücke und den letzten Häusern der Angerstraße hangseitig Dutzende Wohnhäuser entstehen. Auf den bisherigen Straßenflächen bis weit nach Hacklberg hinaus dann Begegnungsstätten, Kindergärten, Sportanlagen, Geschäfte, Cafés und Biergärten – durch die sich dann eine Spielstraße schlängelt.

„Eine einmalige Gelegenheit für die Stadt, ohne Kahlschlag nah am Zentrum hunderte neue Wohnungen schaffen zu können. Bezahlbar und besonders ausgerichtet für Familien mit Kindern. Denn die bisherige Wohnsituation am Anger zeigt ja zugespitzt die demographische Entwicklung der Stadt: viele junge Leute dort, die aber nur ein paar Jahre bleiben und wenige Alte. Aber die wichtige Mittelschicht mit Familien und Kindern fehlt völlig,“ sagt Max Moosbauer. „Und noch etwas ist für uns ganz wichtig, wir wollen bei uns weder eine neue Partymeile, noch eine Luxusbebauung. Denn beides würde den Anger ebenfalls in die Knie zwingen.“

Deshalb wünschen sich die Angerer, dass die Stadt eine solche Bebauung selbst über die eigene Wohnbaugesellschaft schultert. Dann hätte die Stadt diese auch unter sozialen Gesichtspunkten im Griff. Und dabei könnten auch zukunftsweisende Ideen wie beispielsweise Mehrgenerationenhäuser verwirklicht werden. Moosbauer: „Überhaupt – so ein neuer Ortsteil könnte neben sozialen auch noch in Sachen nachhaltiger Energie Modellcharakter bekommen.“

Und weiter: „Es kommt noch ein Aspekt hinzu, dies ist ja eine Jahrhunderte alte Häuserzeile. Diesen Charakter müsste natürlich eine weitere Bebauung fortführen. Dann bekommt diese ganze Häuserfront richtig Charme.“

„Wir haben einen sehr interessierten Oberbürgermeister gegenüber gehabt, der kenntnisreich die Aspekte dieses Konzepts mit uns diskutierte. Und dann hat er zupackend die nächsten Schritte für diese Idee aufgezeigt, die die Stadt nun gehen wird. Und dann wird sich natürlich erst mal zeigen, wie realisierbar unsere Idee wirklich ist.

Aber die Tür in eine hoffnungsvolle Zukunft für den Anger und damit auch für die Stadt, ist jetzt einen spaltbreit geöffnet. Das ist mehr, als wir zu hoffen wagten, “bilanziert Max Moosbauer für „Die Angerer“ dieses Gespräch.

 

Weitere Infos zur Einhausung finden Sie hier.

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