Angerer bekräftigen ihr Nein zur Nordtangente!

 

Als wenig hilfreich für die Lösung ihrer verheerenden Verkehrsprobleme sehen „Die Angerer“ die Nordtangente, die im Gegensatz zum Georgsbergtunnel für den Bundesverkehrswegeplan positiv bewertet wurde. Die katastrophale Verkehrssituation am Anger ist einer der Gründe, die von den Befürwortern der so genannten Nordtangente ins Feld geführt werden.

„Vielleicht würde der Verkehr um 20 % gesenkt, aber dann wären es immer noch zigtausende Fahrzeuge, die täglich an unseren Häusern vorbeidonnern,“ schätzt Angerer-Sprecher Max Moosbauer. „Und dafür das idyllische Ilztal zu opfern, den Verkehr für die nächsten Jahrzehnte dort zu zementieren – das ist weder nachvollziehbar, noch vermittelbar!“

Denn Konzepte wie die Nordtangente, aber auch der Georgsbergtunnel, die nur den Verkehr im Blick haben, greifen nach Meinung der Anwohnergemeinschaft zu kurz! Moosbauer: „Das war ja schon der fatale Denkfehler vor 40 Jahren, als man am Anger die vierspurige Autobahn betonierte. Man wollte störungsfreien, fließenden Verkehr und hat das Gegenteil erreicht: Staus, Verkehrslärm und Abgasbelastungen ohne Ende. Und was das alles noch schlimmer macht, dieser einst pulsierende Stadtteil ist so der Verödung preisgegeben.“

Deshalb favorisieren „Die Angerer“ ein völlig anderes Konzept: Den Fernverkehr zwischen dem Raum Wegscheid auf der B 85/B 12 und der Autobahn A 3 über die bereits bestehende und problemlos noch weiter auszubauende Nordumfahrung führen und den Verkehr in und aus der Stadt untertunnelt zwischen Ilzstadt und Hacklberg verschwinden lassen.

„Wir haben ja vor einiger Zeit die so genannte Anger-Einhausung vorgestellt, die schon auf eine ausgesprochen große und erfreuliche Resonanz in der Stadt gestoßen ist,“ sagt Max Moosbauer. „Diese Idee haben wir nun weiter überarbeitet. Und, wir haben uns vom Begriff ‚Anger-Einhausung‘ verabschiedet, weil er diese Idee viel zu eng fasst. Jetzt sprechen wir vom ‚Stadt-Tunnel‘, der aus der Ilzstadt bis weit nach Hacklberg reichen soll. Der entscheidende Vorteil dabei wäre, dass damit riesige, zentrumsnahe Flächen für eine zukunftsorientierte Bebauung frei würden.“

Diese Idee wollen die Angerer nun in die Diskussion einbringen und die Einzelheiten in den nächsten Wochen präsentieren. Erstmals bei der Kundgebung der Bürgerinitiative „Natur ja – Nordtangente nein!“ am Samstag, 16. 04. im Klostergarten. Moosbauer: „Es kann ja nicht sein, dass sich die gegenwärtige Diskussion nur auf das Für und Wider der Nordtangente oder des Georgsbergtunnels versteift. Da bringen wir mit unseren Denkanstößen halt mal frischen Wind in die Debatte!“

 

gez. Max Moosbauer, für „Die Angerer“

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